Was motiviert mich?

08/21/12, Regina Schlager

In letzter Zeit gibt es immer wieder Studien, die zeigen, dass es um Arbeitszufriedenheit und Motivation schlecht bestellt ist (eine Zusammenstellung mit Quellen finden Sie beispielsweise im integral.blog von Andreas Zeuch). Aus meiner Sicht bedeutsame Ergebnisse, was sich Arbeitende wünschen, sind: „Vom Chef als Mensch wahrgenommen werden" und „Einfluss auf Arbeitsweise, Arbeitstempo und Arbeitsmenge“. Dabei ist sowohl die Qualität der Beziehung und der Kommunikation angesprochen als auch die Möglichkeit, eigenverantwortlich und selbstbestimmt tätig zu sein.

Ich begegne vielen Frauen, die sich in Bezug auf ihre berufliche Tätigkeit die Sinnfrage stellen. Sie wollen selbstbestimmt arbeiten. Es ist ihnen wichtig, auf ihren persönlichen Rhythmus zu hören. Sie sind besorgt um ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden. Fast jede kennt jemanden mit der Diagnose Burn-Out. Viele vermissen eine wertschätzende Atmosphäre: respektvollen Umgang miteinander und die Anerkennung des eigenen Beitrags. Ja, viele sehnen sich danach, überhaupt erst einmal wahrgenommen zu werden: „Ich habe von meinem Chef noch nie Feedback bekommen, für ihn existiere ich gar nicht.“

Was bringt uns morgens aus dem Bett? Was motiviert uns aufzustehen? Was bewegt uns eigentlich? (lat. movere = bewegen).

Es ist verlockend, die äußeren Rahmenbedingungen wie Verhalten des Chefs oder Arbeitsbedingungen verantwortlich zu machen für unsere Antriebslosigkeit und Unzufriedenheit. Meines Erachtens kommen wir nicht umhin, die Frage der Motivation als höchst persönliche aufzufassen und uns auf die Suche zu machen nach dem, was uns von Innen her antreibt: Was brauchen wir, damit es uns wirklich gut geht? Was wollen wir wirklich? Was ist uns wirklich wichtig?

Kommen wir dem auf die Spur, was uns aus unseren Tiefen heraus motiviert, dann können wir uns den Rahmenbedingungen zuwenden und schauen, ob und inwieweit es uns möglich ist, daran etwas zu ändern. Dann können wir gezielt Schritte setzen in Richtung Veränderung.

Dazu brauchen wir Ruhe. Leicht gesagt in einer Zeit, in der alles immer schneller wird. Wir betrachten Pausen als ineffizient, sie bringen keine unmittelbaren Ergebnisse. Das gesellschaftliche Motto lautet „Zeit ist Geld“. Diese Fragen beanworten sich auch nicht von heute auf morgen.

 

Impuls:

Nehmen Sie sich Zeit. Setzen Sie sich bequem hin. Spüren Sie in sich hinein. Stellen Sie in Ihr Inneres die Fragen:

  • „Warum tue ich, was ich tue?“
  • „Was treibt mich innerlich an?“
  • „Was wünsche ich mir aus tiefstem Herzen?“
Schlagwörter: Motivation

Kommentare werden vom Moderator freigeschaltet

Kommentar hinzufügen

* Felder sind erforderlich