Unsere Gaben verschenken

12/05/13, Regina Schlager

Alle Jahre wieder. Weihnachten. Im Mittelpunkt dieses Festes stehen die Geschenke. Wir schenken und werden beschenkt. Wir sprechen vom „Gabentisch“. Darin liegt noch das alte Wort Gabe für Geschenk, englisch gift. Gabe bedeutet auch etwas, das uns gegeben ist als Talent, eine Begabung: Etwas, das wir von Natur aus gut können, was uns leicht fällt, was in dieser Form nur uns allein gegeben ist.

Als Gegenbewegung zu den Konsumauswüchsen rund um Weihnachten lehnen einige Menschen, die ich kenne, das Schenken zu Weihnachen gänzlich ab. Ich höre auch manchmal das Argument, es brauche keinen festen, vorgegebenen Tag im Jahr, um sich etwas zu schenken. Das kann ich beides verstehen.

Und doch - für mich ist es eine besondere Zeit. Schenken weist für mich auf Wesentliches hinweist. So wie alles, das wirklich wichtig ist, braucht es dazu Übung. Die regelmäßige Wiederkehr macht es leichter, nicht darauf zu vergessen.

  • Schenken schafft Gemeinschaft, wir stellen Beziehung her
  • Wir schenken, um einander Freude zu bereiten
  • Jedes wirkliche Geschenk wird uns gegeben, ohne dass wir es „verdient“ hätten, es wird keine Gegenleistung von uns verlangt
  • Der Wert eines Geschenkes bemisst sich nicht nach dem Geldwert oder ob es überhaupt etwas gekostet hat
  • Das Leben ist uns geschenkt, wir haben nichts dazu getan
  • Jedem Menschen sind ganz einzigartige Gaben geschenkt
  • Wenn wir mit uns selbst verbunden und uns unserer Gaben bewusst sind, wollen wir sie mit anderen und der Welt teilen

Wie aber gelingt es uns, mit uns selbst in Verbindung zu treten und herauszufinden, was unser ganz Eigenes ist? Ist das nicht sogar egoistisch und eitel? „Wer glaubst du denn, wer du bist?“ hören wir da vielleicht einen Erwachsenen aus unseren Jugendjahren. Und wie gehen wir mit der Sehnsucht um, etwas beizutragen in der Welt, etwas Sinnvolles zu tun? Vergessen wir dabei nicht womöglich wieder auf unsere eigenen Bedürfnisse?

Um diese Fragen geht es im Vortrag meines Lehrers und Mentors Russell Delman, den ich für ihn organisiere. Der Vortrag „Self-Connection and Interconnectivity: Sharing Your Gifts with The World“ mit Gelegenheit zur Diskussion findet am 7. Februar 2014 in Zürich statt, er ist frei zugänglich. Übersetzung vom Englischen ins Deutsche ist möglich.

Weitere Informationen finden Sie auf der Veranstaltungsseite.

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