Was gesunde Grenzen ausmacht

10.10.2019, Regina Schlager

Gesunde Grenzen sind notwendig, damit du die Energie dafür hast, wofür du hier bist. Sie sind eine Grundvoraussetzung dafür, deine Berufung leben zu können. Dein tieferes Ja braucht immer wieder auch dein Nein. Doch was sind gesunde Grenzen überhaupt? Ich habe hier für dich Eigenschaften gesunder Grenzen zusammengestellt.

Eigenschaften von gesunden Grenzen

Vorweg ein Bild, das mir selbst sehr hilft: Du kannst dir deine Grenzen mit einer Zelle veranschaulichen. Jede gesunde Zelle in deinem Körper ist intelligent. Sie „weiß”, was sie hereinlassen darf und was draußen bleiben muss. Sie nimmt das auf, was sie als Nahrung braucht, und scheidet aus, was sie nicht mehr braucht. Die Zelle ist von einer Membran umgeben. Diese dient sowohl zum Schutz als auch zum Austausch mit der Umgebung.

  • Gesunde Grenzen sind nicht starr wie Wände, sondern flexibel wie eine Zellmembran: Sie passen sich der jeweiligen Situation an. Bei einem Spaziergang im Wald weiten sie sich aus. In der vollgedrängten S-Bahn zur Stoßzeit, wo du dicht bei einem dir unbekannten Menschen stehst, sind sie nah bei deinem Körper.
  • Gesunde Grenzen sind durchlässig. Du nimmst das an Energie und Information in dich auf, was gerade wichtig ist. So lernst du Neues. Und du gehst mit anderen in Verbindung, es findet ein Austausch statt.
  • Mit gesunden Grenzen sorgst du für dich und deine Bedürfnisse. Damit schützt du dich und deine Energie.
  • Gesunde Grenzen sind nicht rein mental, sie sind also nicht nur beinflusst von und dadurch veränderbar durch deine Glaubenssätze (deine Annahmen und Sichtweisen). Sie spielen auf jeder Ebene deines Wesens eine Rolle: in deinem mentalen Körper, deinem physischen Körper, deinem Gefühlskörper und deinem Energiekörper. Neben deinen Glaubenssätzen spielen Grenzen vor allem auf energetischer Ebene eine wichtige Rolle.
  • Energetisch kannst du dir deine Grenzen als ein Ei visualisieren, das deinen gesamten Körper umgibt. Je nach Situation ist diese eiförmige Membran einmal näher bei deinem Körper, einmal weiter weg. Je mehr du dir die Form vorstellst, desto mehr wirst du sie auch wirklich spüren.
  • Gesunde Grenzen sind „dein Bereich”, deine Sphäre, die du beeinflussen kannst. Ein Mensch, mit dem du in Kontakt bist, hat seinen eigenen Bereich. Es geht immer wieder um ein Aushandeln: Wo endet meine Grenze? Wo beginnt deine? Wie nahe lasse ich dich an mich heran? Was erlebe ich als angenehm und angemessen, was als Grenzüberschreitung? Du bist verantwortlich für deinen Bereich. Das heißt aber gleichzeitig auch, achtsam zu sein, nicht willentlich – oder auf Dauer aufgrund von Unkenntnis oder Bequemlichkeit – die Grenzen anderer zu verletzen.

Was hältst du davon? Was bedeuten Grenzen für dich? Und was macht für dich gesunde Grenzen aus? Kommentiere gerne dazu unten bei den Kommentaren oder auch auf beim Post des Artikels auf meiner Facebook-Seite.

Regina Schlager

Regina Schlager öffnet im Einzel- und im Gruppensetting Räume, um in lebendigen, kreativen und achtsamen Kontakt mit sich selbst, anderen und der Welt zu kommen und aus dieser Verbindung heraus die eigene Berufung zu gestalten. Sie ist Co-Inhaberin und Co-Geschäftsführerin der ReConnect GmbH. Seit Juni 2019 leitet sie die Gaia-Akademie Schweiz in Zürich.

Schlagwörter: Selbstmanagement, Entschleunigung, Stressbewaeltigung, Achtsamkeit, Koerperwissen, Selbstfreundschaft, Lebenskunst, Embodiment

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