Unsere Negativitätstendenz ausbalancieren

22.05.2019, Regina Schlager

Angenommen, Sie schreiben Ihren Monats-Newsletter, bekommen viel positive Resonanz und merken dann einen Tag später, dass Sie vergessen haben, etwas Wichtiges zu erwähnen: Was wird Sie mehr beschäftigen? Das positive Feedback oder Ihr "Fehler"?

Bei meinem Mai-Newsletter, den ich am 20. Mai verschickt habe, erwähnte ich eine Veranstaltung nicht, die mir wichtig ist und auf die ich hinweisen wollte. In meinen Notizen hatte ich sie noch drin, doch dann nicht in den endgültigen Text übernommen. Vor ein paar Jahren hätte ich mich sicherlich sehr über dieses Missgeschick geärgert, es hätte meine Gedanken vereinnahmt: "Warum passiert dir so etwas?", "Arbeite doch genauer", "Du kannst doch nicht nach so kurzer Zeit schon wieder einen Newsletter verschicken, das ist aufdringlich".

Da durfte sich in den letzten Jahren etwas verändern. Es ist mir nicht ganz egal, wenn mir so etwas passiert. Doch es quält mich nicht mehr. Und ich lerne daraus.

Mir hat sehr geholfen, als ich vor einigen Jahren gehört habe, dass es gar nicht erstaunlich ist, dass uns das mehr auffällt, was wir als negativ (unangenehm, schmerzhaft, peinlich) empfinden. Haben wir Menschen aufgrund unserer evolutionären Entwicklung doch eine Negativitätstendenz: das, was eine potentielle Gefahr darstellt, bringt uns in Alarmbereitschaft. Der Psychologe Dr. Rick Hanson sagt: "Klett für das Schlechte, Teflon für das Gute". Mehr über diese Negativitätstendenz schreibe ich im Blogartikel "Ihre positiven Ressourcen stärken".

Diese Negativitätstendenz können wir ausbalancieren.

Wie denn das? Indem wir das in den Blick nehmen, was stärkend und positiv für uns ist. Dafür gibt es Werkzeuge, das können wir üben.

Und – das passt genau zu dem, worum es in dem Workshop geht, den ich im Newsletter vom 20. Mai zu erwähnen vergaß (wie zuvorkommend, dass mir das Leben gerade weitere Übungsmöglichkeiten für mich selbst schenkt :-): "Stärken erkunden – Ressourcen aktivieren – Präsenz fördern". Ich freue mich, diesen Tagesworkshop im Intrinsic Learning Lab in Zürich am 22. Juni 2019 abhalten zu können. Spüren Sie Resonanz? Haben Sie Fragen dazu? Dann melden Sie sich gerne per E-Mail bei mir.

Workshop mit Regina Schlager am 22. Juni 2019 in Zürich

Regina Schlager

Viele Menschen befinden sich heute in einer Phase des tiefgreifenden Wandels, sowohl persönlich wie auch beruflich. Das Alte passt nicht mehr; das Neue ist noch nicht da oder fühlt sich noch sehr unsicher an. Auch als Gesellschaft befinden wir uns weltweit in einer Zeit des Übergangs. Regina Schlager begleitet in diesen Phasen der Transformation als Coach, Facilitator und Autorin. Sie öffnet im Einzel- und im Gruppensetting Räume, um in lebendigen, kreativen und achtsamen Kontakt mit sich selbst, anderen und der Welt zu kommen und aus dieser Verbindung heraus zu handeln.

 

Schlagwörter: Selbstmanagement, Stressbewaeltigung, Selbstfreundschaft, Kompetenz, Berufung, Embodiment

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