Wie du für deine Neujahrsvorsätze eine gute Basis bereitest

21. Januar 2022, Regina Schlager

Der Jahresanfang ist meist die Zeit der "guten Vorsätze". Hast du einen Vorsatz gefasst? Möchtest du etwas in deinem Leben verändern? Häufig läuft das so ab: Wir wollen etwas verändern oder im neuen Jahr etwas erreichen. Im Zentrum unserer Aufmerksamkeit steht das, was wir noch nicht erreicht haben: wir machen uns Vorwürfe, warum wir bislang nicht genug gemacht haben, um unser Ziel zu erreichen, warum wir immer wieder aufgeben etc. Der Vorsatz wird dann meist schon Anfang Februar entsorgt, lagert auf einem Haufen bei all denen aus früheren Jahren. Kennst du das? Doch es geht auch anders.

Ich selbst möchte mich in 2022 noch mehr dem Schreiben widmen: Im März fange ich eine Ausbildung in Schreibpädagogik an, die über ein Jahr dauern wird, bis April 2023. Dabei lerne ich, Kurse für kreatives Schreiben anzuleiten. Ich werde das Schreiben noch mehr in meine 1:1-Begleitung und die Gruppenangebote einbeziehen, als Möglichkeit, sich selbst und die eigene Berufung zu erkunden. Und ich habe vor, zusätzlich zu Blogartikeln und Newslettern auch mehr andere Textformen zu verfassen: autobiografische Texte, Geschichten und Gedichte.

Copyright: Regina Schlager

Jetzt könnte ich mir vorwerfen: Ja, warum bist du denn nicht schon vergangenes Jahr an der Erzählung dran geblieben, die du geschrieben hast? Um dann hineinzugeraten in eine Spirale des Warum: Warum, warum, warum...?

Doch habe ich mich entschieden, stattdessen anders vorzugehen. Weil ich die Erfahrung gemacht habe – bei mir selbst und bei den Menschen, die ich begleite –, dass das hilfreicher ist: Ich schaue zunächst dankbar und wertschätzend auf das, was bisher war und wo ich derzeit stehe in Bezug auf mein Schreiben.

Dabei unterstützen mich spezifische Fragen.

Ich lade dich ein, dir bei dem, was du dir für 2022 vorgenommen hast, ebenfalls diese Fragen zu stellen:

  • Was ist mir bislang schon gut gelungen?
  • Was habe ich bisher erreicht?
  • Worauf bin ich stolz?

Bei allen Fragen empfehle ich dir, insbesondere auf die kleinen, unspektakulären Schritte und Ergebnisse zu schauen – denn wenn du nur nach riesigen Errungenschaften suchst, bleiben die vielen winzigen Schritte ungesehen, die es braucht, damit du weiterkommst; und es könnte so aussehen, als wäre "gar nichts geschehen".

Du wirst erstaunt sein, wie viel sich tatsächlich getan hat.

Copyright: Regina Schlager

In meinem Fall – statt mich zu grämen, dass ich keinen Erzählband veröffentlicht habe, könnte ich festhalten: "Ich habe die Rohfassung einer Erzählung fertiggestellt", "Ich habe einen Kurs 'Autobiografisches Schreiben' belegt und dabei mit Freude Texte verfasst; mit einigen davon könnte ich weiterarbeiten", "Ich habe regelmäßig Blogartikel veröffentlicht und meinen Newsletter verschickt", "Einige Menschen haben mir das Feedback gegeben, dass sie von meinen Texten berührt und inspiriert wurden". Alles Dinge, wofür ich dankbar bin und mir anerkennend auf die Schulter klopfe.

Wenn ich mich den oben angeführten Fragen widme, gehe ich ganz anders an meine Ziele heran als mit Selbstvorwürfen: gestärkt, genährt, mit Zuversicht. Ich bereite eine gute Basis. Meine Vorhaben haben dann eine bessere Chance, dass ich über den Februar hinaus an ihnen dran bleibe.

Teile mir doch gerne mit, wie es dir mit dieser Herangehensweise geht: hinterlasse unten einen Kommentar oder schreibe mir ein E-Mail.

Bilder: Rechte bei Regina Schlager, Fotograf des Bildes im Wald: Gerald Knoll

 

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Schlagwörter: Selbstmanagement, Selbstfreundschaft, Veraenderung, Ziele, Berufung, Lebenskunst

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