Erholung durch erfrischende Pausen im Alltag

17.06.2013, Regina Schlager

Fühlen Sie sich so richtig ferienreif? Aber der nächste Urlaub läßt noch Wochen auf sich warten? Wie wäre es mit erfrischenden Pausen mitten in Ihrem Alltag?

Urlaub: Dem auf die Spur kommen, was uns wirklich gut tut

Auszeiten über mehrere Tage, am besten mindestens 14 Tage, sind meines Erachtens wichtig. Wir sind weg von unserer alltäglichen Struktur und unseren Aufgaben. Wir gewinnen neue Eindrücke. Wir hören mehr auf unseren persönlichen Rhythmus: Vielleicht genießen wir es, endlich so viel und so lange zu schlafen, wie es gut für uns ist. Möglicherweise nehmen wir uns mehr Zeit für Begegnungen mit anderen Menschen oder auch mit uns selbst. Wir tun etwas, was wir wirklich gerne machen. Wir gönnen uns mehr Bewegung oder aber Müßiggang.

Im Urlaub haben wir – falls wir unsere Zeit nicht wiederum mit Aktivitäten verplanen -ein anderes Zeitgefühl. Es gibt die schöne Redewendung: „Die Seele baumeln lassen“ – da habe ich das Bild von etwas vor mir, das so ganz frei und in sich ruhend in der Hängematte schaukelt.

Die nicht alltägliche Zeit gibt uns die Chance, mehr auf uns zu hören und zu uns zu kommen. Wir kommen dem auf die Spur, was uns wirklich gut tut.

Wie die Qualitäten aus dem Urlaub in den Alltag bringen?

Vielen fällt es schwer, nach dem Urlaub wieder in den Alltag zurückzukehren. Sie fürchten, dass nun wieder der Lauf im Hamsterrad beginnt. Für nicht wenige Menschen bedeutet Alltag, sich fremdbestimmt und unter Druck zu fühlen: so vieles will erledigt sein, wie das alles unter einen Hut bringen? Es ist gut, dass es Zeiten gibt, die aus dem alltäglichen Rahmen fallen.

Wie gelingt es uns aber, Qualitäten, die wir an der Urlaubszeit so schätzen, auch in unseren Alltag zu bringen? Meiner Erfahrung nach ist die Basis dafür, Pausen einzulegen und innezuhalten. Wie aber gelingt uns das?

Pausen einlegen und innehalten

Unser Körper ist hierbei unser bester Verbündeter: indem wir Körperempfindungen wahrnehmen, treten wir einen Schritt zurück aus dem Gedankenstrudel, der uns so häufig mitzieht. Unseren Atem zu beobachten, wäre ein erster und wirkungsvoller Schritt. Wenn wir spüren, wie unser Atem ein- und ausströmt, können wir nicht gleichzeitig an unsere ToDo-Liste denken. Wir sind für einen Moment ganz im Hier und Jetzt.

So eine Pause muss nicht lange sein, um eine erfrischende Wirkung zu haben. Beobachten Sie Ihren Atem drei Atemzüge lang: vom ersten Einatmen bis zum dritten Ausatmen. Machen Sie das fünf Mal täglich. Mit Erinnerungshilfen gelingt es besser, dieses Vorhaben nicht zu vergessen: Eine Haftnotiz auf dem Computerbildschirm oder an einem anderen Ort, an dem Sie mehrmals täglich vorbei kommen. Zeichnen Sie darauf ein Symbol, das für Sie Atmung symbolisiert, oder eines, das Sie mit Pause oder Erfrischung verbinden.

Gönnen Sie sich kurze Auszeiten mitten im Alltag: Pausen, die Sie erfrischen!

 

 

Schlagwörter: Slowing-down, Selbstmanagement, Entschleunigung

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