Das Klima, das wir produzieren

22.07.2014, Regina Schlager

Ich beobachte, ich lese, ich höre Menschen zu. Viele Berichte und Erzählungen handeln von unsererm zerstörerischen Verhältnis zur  Natur, dem brutalen Umgang mit Tieren und der Gewalt zwischen uns Menschen. Die Gewalt gegenüber unzähligen Frauen weltweit ist unfassbar für mich. Ist es angesichts dessen nicht hochmütig sich mit der Frage zu beschäftigen: „Was ist mir wirklich wichtig? Was ist meine Berufung? Wie bin ich begeistert tätig?“

Es kann lächerlich klein erscheinen, was wir selbst tun können. Und doch glaube ich, dass es dieses Kleine ist, das entscheidend ist. Es ist auch das uns Mögliche. Wir brauchen und können nicht die ganze Welt retten, aber wir können bei uns selber anfangen.

Für mich sind das keine egoistischen Fragen:

  • Was bringt mich zu mir selber?
  • Was brauche ich?
  • Wann bin ich im Fluss?

Wenn wir bei uns selber sind, wenn wir in unserer Mitte ruhen und aus unserer vollen Kraft heraus handeln, dann strahlt das aus.

Ich bin der Ansicht, dass wir verantwortlich sind für das Klima, das wir produzieren. Wenn wir mehr Wertschätzung in unseren Beziehungen wollen, verhalten wir uns selber wertschätzender. Wenn wir mehr Freundlichkeit wollen, seien wir selber freundlicher. Wenn wir offenere Gespräche wollen, seien wir selber offener.

Haben wir nicht alle schon die Erfahrung gemacht, dass von einem Menschen, der mit sich in tiefem Kontakt ist, ein anderes Klima ausgeht, als von jemandem, der an der Oberfläche bleibt?

Wenn Sie an einen Menschen denken, der in Beziehung mit sich selbst ist, was fällt Ihnen da auf? Was ruft es in Ihnen selbst hervor? Gibt es da eine Resonanz?

Schlagwörter: Berufung

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