Warum ich diesen Blog führe: Blog-Bang Markus Cerenak

31.07.2014, Regina Schlager

Markus Cerenak lädt ein zum Blog-Bang mit dem Thema „Warum“. Warum tue ich, was ich tue? Warum blogge ich hier? Das kommt gerade richtig für mich, beschäftige ich mich doch momentan wieder intensiv damit. Bereits am 7. März 2014 habe ich den Blogartikel „WARUM tue ich was ich tue?“ geschrieben.

Was ist also mein Warum für den Wachstum in Verbundenheit Blog?

Da gibt es verschiedene Aspekte für mich.

Frauen unterstützen, ihre Berufung zu gestalten

Unser tieferes Warum ist die zentrale Frage unseres Lebens. Dieser Überzeugung bin ich. Das entspricht auch meiner eigenen Erfahrung.

Stellen Sie sich vor, die Menschen, die Ihnen am meisten bedeuten, sprechen bei Ihrem Begräbnis Ihre Grabrede. Was hätten Sie gerne, dass diese Menschen über Sie und Ihr Leben erzählen?

  • Wofür standen Sie?
  • Was war Ihnen wirklich wichtig?
  • Was haben Sie getan, welche Spuren haben Sie hinterlassen?

Uns auf die Reise zu uns selbst zu begeben, erfordert Mut. Ich möchte Frauen zeigen, dass Sie auf diesem Weg nicht alleine sind. Wir können uns gegenseitig unterstützen, uns inspirieren und von unseren Erfahrungen lernen.

Meinen eigenen Weg teilen

Die Reise zu sich selbst ist auch mein eigener Weg. Ich hatte lange das Gefühl, nichts zu sagen zu haben. Indem ich begann, mich selbst und meine Bedürfnisse wichtig zu nehmen, fand ich meine eigene Stimme und den Mut mich auszudrücken.

Ich kenne das: Etwas arbeiten, das ich nicht als sinnvoll empfinde, wozu ich mich nicht wirklich in Beziehung fühle. Und zu dem ich aufgrund meiner Werte und Überzeugungen nicht voll stehen kann. So eine Weise des Tätigseins beeinflusst das ganze Leben.

Mit 36 erlebte ich einen Wendepunkt. Ich begann, für mich Sorge zu tragen und in liebevolle Beziehung mit mir selbst zu treten. Ich lernte, meine Gedanken und Gefühle zu beobachten und mich nicht mehr mit ihnen zu identifzieren. „Etwas in mir spürt Angst, aber ich bin mehr als diese Angst“, welche Befreiung! Mir wurde wichtig, auf meinen Körper zu hören. Und da passierte es, dass ich mich plötzlich wirklich für Menschen interessierte. Ich hörte ihnen anders zu als zuvor. Ich war in Gesprächen ganz da.

Da war nicht mehr der Druck, „das einzig Richtige“ zu finden. Es stellte sich Gelassenheit und Vertrauen ein. Ich entwarf meine Vision und setzte mir Ziele, aber ich war auch neugierig auf das, was mir begegnete. Ich würde heute nicht mehr davon sprechen, die eigene Berufung „zu finden“. Ich denke nicht, dass sie irgendwo vorgefertigt darauf wartet gefunden zu werden. Ich glaube, dass es ein Prozess der Gestaltung ist.

In den darauf folgenden Jahren hat sich in all meinen Lebensbereichen viel verändert. So lebe ich unter anderem in einem neuen Land. Ich bin nun selbständig tätig. Ich fühle mich selbstbestimmt und lebe in meinem eigenen Rhythmus. Ich erlebe es als große Bereicherung, Frauen dabei zu unterstützen, ihrem tieferen Warum nachzugehen.

Meine Erfahrungen und mein Wissen möchte ich teilen. Ein Blog ist eine tolle Möglichkeit dazu.

Begegnungen ermöglichen

„Alles wirkliche Leben ist Begegnung“, so Martin Buber. Seit ich in Kontakt mit mir selbst getreten bin und auch lerne, die für mich notwendigen Grenzen zu setzen, kann ich in ganz neuer Qualität auf andere zugehen. Das Internet kann keine Begegnungen von Angesicht zu Angesicht ersetzen, aber ich kann Menschen erreichen, die ich sonst nie kennenlernen würde.

Eine wichtige Motivation für den Blog ist, Austausch zu ermöglichen. Das kann sich noch verbessern, denn die Kommentarfunktion wird derzeit nur spärlich genutzt. Hier liegt Lern- und Entwicklungspotenzial für mich.

Ich schreibe gerne

Schreiben ist etwas, das ich unheimlich gerne tue. Seit frühester Jugend habe ich geschrieben, Tagebücher und Notizhefte voll. Sogar die Aufsätze ("Erörterungen") in der Schule mochte ich (das konnten meine Mitschülerinnen nicht wirklich nachvollziehen). Ich mag den Schreibprozess, von der ersten Idee bis zum Ausformulieren. Ich liebe es, im Fluss zu sein beim Schreiben, so richtig aufzugehen in der Tätigkeit.

Blogartikel zu schreiben kommt meinem Bedürfnis entgegen, sowohl etwas in Ruhe für mich zu bearbeiten, dabei auch in die Tiefe zu gehen (Themen zu recherchieren, Verknüpfungen herzustellen), als auch im Dialog mit anderen Menschen zu sein.

Zu positiver Veränderung beitragen

Ich halte viel von Visionen. Energie folgt der Aufmerksamkeit. Worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, dahin entwickeln wir uns. Das gilt für uns individuell. Und ich glaube, es gilt auch für uns als Gesellschaft.

Welche Zukunft wollen wir? Wie wollen wir leben? Wie wollen wir arbeiten? Ich will hier einen Beitrag leisten: Durch Beispiele von Frauen, die bereits den Mut haben, ihren eigenen Weg zu gehen. Durch Artikel, die zum Hinterfragen von bestehenden Annahmen einladen.

Mit meinem Blog kann ich zu einer Ökonomie des Gebens beitragen. Die Inhalte sind für jeden zugänglich, ohne dafür zu bezahlen. Mit solchen Formen des Gebens zu experimentieren, finde ich wichtig.

In meiner Vision einer lebenswerten Zukunft können alle Menschen ein gutes Leben führen und sich mit sinnvoller Arbeit in die Gemeinschaft einbringen. Wir gehen respektvoll und wertschätzend mit uns selbst, mit den anderen Menschen und Lebewesen sowie unserem Planeten um. Wir achten unsere Einzigartigkeit und wir fühlen uns gleichzeitig einander und mit allem verbunden.

 

Hier gehts zur Blog-Parade von Markus Cerenak, die er Blog-Bang nennt: Warum ich tue, was ich tue und wie wichtig die Frage auch für dich ist. Start war am 4. Juli, Ende 4. August.

 

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„WARUM tue ich was ich tue?“ vom 07.03.2014

Schlagwörter: Wachstum, Selbstmanagement, Berufung

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