Kleine Taten der Freundlichkeit - ein Experiment

17.03.2015, Regina Schlager

Heute lade Sie auf ein Experiment ein: Wie wäre es, wenn Sie 30 Tage lang täglich eine kleine freundliche Handlung ausüben? Einen Akt der Güte? Jemandem beim Einsteigen in den Bus den Vorrang lassen, einen fremden Menschen auf der Straße anlächeln oder der gebrechlichen Nachbarin die Einkaufstasche in den dritten Stock tragen.

Diese kleinen Akte der Güte pflanzen sich fort, so wie die kleinen Wellen in einem Teich, wenn wir einen Stein hineinwerfen. Sie haben es nicht in der Hand, ob oder in welcher Form das passiert. Aber Sie können daran glauben und darauf vertrauen.

Die Herausforderung liegt meines Erachtens darin, das wirklich 30 Tage lang jeden Tag zu tun. Um den Fokus darauf zu legen, kann es hilfreich sein, zunächst sich selbst gegenüber zu bekräftigen: "Das tue ich! Ich setze täglich einen kleinen Akt der Freundlichkeit."

Und auch Erinnerungsanker haben sich bewährt, will man etwas nicht aus dem Blick verlieren: ein Post-it auf dem Schreibtisch, dem Badezimmerspiegel oder dem Kühlschrank - irgendwo, wo Sie täglich möglichst mehrmals vorbei kommen. Oder aber ein Reminder im Online-Kalender oder auf dem Computer-Desktop.

Vielleicht nehmen Sie sich am Abend die Zeit, kurz rückwärts durch Ihren Tag zu gehen. Welche freundliche Handlung haben Sie heute ausgeübt?

Beobachten Sie, wie das Experiment im Laufe der 30 Tage auf Sie wirkt. Verändert sich etwas für Sie? Beziehen sich die freundlichen Akte nur auf andere oder aber auch auf Sie selber?

Ich mache auch mit! Tauschen wir uns im Kommentarfeld und auf Facebook über unsere Erfahrungen aus.

Angeregt dazu wurde ich durch ein Gespräch, das Otto Scharmer mit Nipun Mehta geführt hat. Darin erzählt Nipun Mehta von einem Projekt, in dem small acts of kindness geteilt werden.

Conversation with Nipun Mehta from Presencing Institute on Vimeo.

 

Hier auch ein TedX-Talk mit Nipun Mehta, in welchem er über ServiceSpace www.servicespace.org spricht: Projekten, in denen Menschen ehrenamtlich mitmachen, und die Beispiele für eine Geschenkökonomie oder Geschenkökologie, wie er es nennt, sind.

 

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2 Kommentare

Sandra at 18.03.2015:

Klasse Aktion! In unserem Alltag mit Stress und Hektik kommen kleine Freundlichkeiten häufig viel zu kurz. In jedem von uns lagert gesunde Portion Freundlichkeit, aber oft ist sie verschüttet unter Arbeit, Sorgen, to-do-Listen und schlechter Laune. Wenn man jeden Tag eine kleine Aufmerksamkeit verschenkt, kommt die Freude, die wir damit einem Mitmenschen machen, zu uns zurück – das ist wirklich so! #littleactsoffriendliness

Regina Schlager at 18.03.2015:

Danke, Sandra! Ich denke auch, dass Freundlichkeit in uns allen ist, nur wagt sie sich häufig - aus verschiedenen Gründen - nicht hervor. Bin schon gespannt, was 30 Tage Fokus darauf bewirken.

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