Aktivität, die Wirkung zeigt

01.12.2016, Regina Schlager

Wenn ich dem Prozess vor dem Handeln gegenüber aufmerksam bin und mich entsprechend ausrichte, dann stolpere ich nicht orientierungslos herum und mein Tun erschöpft mich nicht. Meine Aktivität ist wirkungsvoll. Das wird unser Thema sein mit Übungen und achtsamen Gesprächen beim letzten Courage Circle in diesem Jahr am 8. Dezember 2016.

Im Courage Circle den Organisationskompass* durchwandern

Im Courage Circle arbeite ich mit dem Organisationskompass, das habe ich in meinem Blogartikel vom 2. November 2016 bereits beschrieben (siehe: »Wofür stehen Sie (ein)?). Wir bewegen uns an den drei Abenden durch die vier Quadranten des Kompasses.

Am 20. Oktober setzten wir uns damit auseinander, wofür wir Führung in unserem Leben und in unserer Arbeit übernehmen wollen und was der tiefere Sinn dahinter ist. Wir befanden uns dabei im Norden.  Am 10. November wanderten wir weiter in den Osten, wo »Meine kraftvolle Vision» als Fokus diente (siehe hiezu auch mein Artikel »Wie eine Vision entsteht«). Wir kamen mit den Bildern, Gefühlen und Empfindungen in Berührung, die im Zusammenhang mit unserer erwünschten Zukunft präsent waren.

Im letzten Circle diesen Jahres, der am 8. Dezember 2016 stattfindet, werden wir noch den Süden behandeln, um dann im Westen zu enden und kraftvoll ins neue Jahr zu gehen. Das Thema an diesem Abend wird sein: »Aktivität, die Wirkung zeigt«.

Quelle: Birgitt Williams: »The Genuine Contact Way: Nourishing a Culture of Leadership«

Andere um Hilfe bitten

In den Courage Circles erkunden wir, wie wir die weiblichen Aspekte in uns stärken und unsere männlichen Aspekte in positiver Form integrieren können. Das begleitet alle Courage Circles als Leitthema, geht es doch darum, wie wir mutig für uns einstehen und aus dem Herzen heraus in Führung für unser Leben gehen. Wir verbinden dann unsere Rationalität mit unserer Intuition. Das Weibliche hat eine Seins-Qualität, das Männliche eine Qualität des Tuns, des Handelns. Beides ist wichtig, beides brauchen wir!

Im Süden des Organisationskompasses geht es um Gemeinschaft. Soferne wir glauben, alles alleine schaffen zu müssen, aus Angst, von jemandem abhängig zu sein oder jemandem etwas zu schulden, dann machen wir es uns sehr schwer. Ich glaube auch nicht, dass es überhaupt möglich ist, aus vollem Herzen zu leben, wenn wir uns von den anderen abkapseln. Wir dürfen um Unterstützung bitten, wir vergeben uns dadurch nichts. Die meisten Menschen sind erfahrungsgemäß bereit, zu helfen, wenn die Beziehung grundsätzlich auf Geben und Nehmen basiert. Füreinander da zu sein ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis.

Von wem brauchen Sie Unterstützung? Wen wollen Sie um Hilfe ersuchen? - Und wenn Sie feststellen, dass es Ihnen schwer fällt, um Hilfe zu bitten: Welche Glaubenssätze könnten dahinter stecken?

Unterstützende Strukturen schaffen

Wenn wir

  • uns mit unserem Sinn verbunden haben,
  • wissen, wofür wir in Führung gehen,
  • durch eine kraftvolle Vision inspiriert sind,
  • die notwendige Hilfe erhalten und mit anderen in wertschätzender Beziehung sind,

dann können wir im Organisationskompass in den Westen wandern. Dort geht es um konkrete Strukturen, die wir brauchen, damit wir das umsetzen, was uns wirklich wichtig ist. Wir bringen damit etwas Konkretes auf den Boden. Das können wir entspannt tun, ohne Druck, da wir bereits viel vorbereitet haben.

Um das fassbarer zu machen: Für mich selbst steht beispielsweise an, meinen monatlichen Newsletter mit einem anderen Tool zu erstellen und zu verschicken, als ich das derzeit tue. Das Tool ist die unterstützende Struktur, die ich brauche, um die Menschen zu erreichen, für die meine Arbeit hilfreich und wichtig ist. Dafür sind einige Schritte notwendig: Recherche und Auswahl eines neuen Newsletter-Anbieters, mich mit dem neuen Tool vertraut machen, die bestehenden Mailadressen migrieren, etc.

Entscheidend ist in dieser Phase, dass ich mir einen ganz konkreten ersten Schritt vornehme, der mir überschaubar und machbar erscheint. Dann kann ich Schritt für Schritt weiter umsetzen und gleichzeitig offen sein für das, dem ich begegne.

Meine Handlungen sind so nicht ein orientierungsloses Herumstolpern und auch kein verkrampftes, erschöpfendes Tun, sondern eine entspannte und zugleich ausgerichtete Aktivität, die Wirkung zeigt: müheloses Bemühen, anstrengungsloses Bestreben.


*Organisationskompass - Nach Birgitt Williams: »The Genuine Contact Way: Nourishing a Culture of Leadership«

Die holistische Organisationsberaterin Dr. Isabella Klien stellt in meinem Buch »Mutig mit dem Herzen führen. Gespräche mit Frauen, die ihre Berufung gestalten« den Organisationskompass vor und führt mit konkreten Fragen zur Berufung durch ihn durch. Ich habe von ihr viel über den Organisationskompass gelernt.

Courage Circle am 08. Dezember 2016

Der Courage Circle am 08. Dezember 2016 beginnt um 18.30 Uhr. Er findet in Zürich statt. Nähere Informationen und Anmeldung zum Courage Circle
Falls Sie schon Termine für 2017 planen wollen: Ich habe auch bereits die Courage Circles für das erste Vierteljahr 2017 ausgeschrieben.

Regina Schlager

Viele Menschen befinden sich heute in einer Phase des Wandels. Das Alte passt nicht mehr, das Neue ist noch nicht da oder fühlt sich noch sehr unsicher an. Auch als Gesellschaft befinden wir uns weltweit in einer Zeit des Übergangs. Als Coach, Gastgeberin, Autorin und geerdete Philosophin begleitet Regina Schlager in diesen Transformationsphasen. Sie öffnet Räume, um in lebendigen, kreativen Kontakt mit sich selbst, anderen und der Welt zu kommen und aus dieser Verbindung heraus zu handeln.

 

Schlagwörter: Fuehrung, Selbstmanagement, Achtsamkeit, Lebenskunst, Weiblichkeit

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